Als Praxismarketing wird der Teil der Praxisführung bezeichnet, der mit der Patientengewinnung, der Festigung von Stammpatientenanteilen und der Herausstellung von Praxisschwerpunkten der Optimierung wirtschaftlicher Grundlagen dient.

Praxismarketing unterliegt Beschränkungen,  u.a. denen des ärztlichen Werberechts, der Musterberufsordnung für Ärzte und dem Heilmittelwerbegesetz. Es gilt daher, innerhalb rechtlicher Grundlagen eine dem Berufsstand angemessene, prägnante Positionierung einer Arzt- oder Zahnarztpraxis zu gestalten. Mit dem Ziel des Aufbaus einer Praxismarke werden Unterscheidungsmerkmale gegenüber Konkurrenzpraxen aufgebaut und gepflegt.

Der Begriff Praxismarketing ist ein Gattungsbegriff der Gesundheitsbranche. Er umfasst überwiegend die Patientenkommunikation von Arzt- und Zahnarztpraxen. Diese steuert interne wie externe Kommunikationsmaßnahmen und versucht, Patienten an eine Praxis zu binden. Produkt, Preis, und Distribution als Marketing-Instrumente spielen noch eine untergeordnete Rolle. Bei einer weiteren Entwicklung des Gesundheitsmarktes zu einem „Selbstzahlermarkt“ werden diese Instrumente an Bedeutung gewinnen.

Die Produktpolitik beschreibt das Behandlungsportfolio der Praxis. Sie legt fest, welche Praxisleistungen allgemein angeboten, ob Praxisschwerpunkte gebildet werden oder auch welcher Patientenservice angeboten wird. Weiterhin können Behandlungsqualitäten definiert werden, die als Unterscheidungsmerkmale Eingang in die Patientenkommunikation finden.

Die Preispolitik im Gesundheitswesen beschäftigt sich insbesondere mit der Frage, welche Preise Patienten bereit sind, für Selbstzahlerleistungen zu bezahlen.

Einen weiteren Faktor im Praxismarketing stellt die Personalpolitik dar. Qualifikationen und charakterliche Eignung (Freundlichkeit, Engagement etc.) der Praxismitarbeiter werden häufig als Qualitätsmerkmale angeführt.