Social Media für Arzt- und Zahnarztpraxen darf nicht als Werbemedium – vergleichbar mit Zeitungsanzeigen – missverstanden werden. In sozialen Medien wird ein erweiterter Dialog mit Patienten geführt, möglichst authentisch und ohne Angst vor Offenheit. Social Media stellt ein „Trainingsgelände“ zur Verfügung, um mit Texten, Bildern und Videos die Markenidentität einer Praxis zu entwickeln.

Nicht jeder Artikel geht viral durch die Decke, nicht jedes Handyfoto muss ein Kunstwerk sein. Es kommt vielmehr darauf an, den Patienten-Dialog anzunehmen und somit auf die Patientenzielgruppe wirken zu können. Wer als Praxis einen öffentlichen Dialog ablehnt, hat nichts gewonnen. Über die Praxisleistungen wird dennoch in kommerziellen Foren zur Arztbewertung gesprochen. Jede Praxis kann sich im Spiegel der öffentlichen Diskussion glücklich schätzen, wenn positive wie negative Patientenkommentare im „eigenen Social Media-Umfeld landen“, um dort professionell bearbeitet zu werden.

Nichts ist folgenschwerer, als im Netz unkontrolliert „umherdümpelnde“ Schmähritik. Eigene Social Media- oder Weblog-Aktivitäten sind dagegen sinnvolle Patientengespräche.