Arztbewertungsportale richtig einschätzen!

In letzter Zeit werden Stimmen von Seiten der Ärzte und Zahnärzte lauter, die sich negativ über Arztbewertungsportale wie z.B. Jameda äußern. Was als gut gemeinte Idee begann und den Zeitgeist des Web 2.0 auch im Bereich der Medizin widerspiegeln sollte – Stichwort: Patientenorientierung – wird mehr und mehr zum zweischneidigen Schwert.

Ärzte und Zahnärzte fühlen sich z.B. durch Jameda nicht objektiv bewertet. Es werden Stimmen laut, die Beweise für eine unlautere Meinungsselektion zu haben scheinen. Diese Meinungen sollen hier aber nicht weiter bewertet werden. Es steht außer Frage, dass Bewertungsportale, werden Sie nicht fair und objektiv genutzt, auch kompetenten Praxen ungerechtfertigten Schaden zufügen können. Daher sollten sich Ärzte und Zahnärzte nicht ausschließlich auf diese Art der Patientengewinnung konzentrieren.

Nicht allein Bewertungsportale sind für den Erfolg einer Arzt- oder Zahnarztpraxis ausschlaggebend. Bekanntheit und der Ruf einer Praxis verbreiten sich nach wie vor über persönliche Gespräche von Patient zu Patient. Wie eine Praxis bei jedem einzelnen Patienten auftritt, ist ausschlaggebend dafür, was im Familien-, Freundes-, Bekannten- und Kollegenkreis nach der Behandlung berichtet wird. Bei der Wahl des Arztes oder Zahnarztes zählen persönliche Empfehlungen viel.

Ebenfalls nicht zu unterschätzen sind Public Health Events. Diese Veranstaltungen, die in erster Linie dazu dienen, potentiellen Patienten über medizinische Privatleistungen zu informieren, werden immer mehr von Ärzten und Zahnärzten, die sich mit ihrer Praxis abheben wollen, genutzt. Sie schaffen neben Bekanntheit auch einen persönlichen Kontakt zu den Patienten. Dieser Kontakt spielt die wichtigste Rolle, wenn es um kostenintensive Themen wie Zahnersatz geht. Je höher das Involvement desPatienten, desto mehr lässt er sich vom persönlichen Gefühl leiten. Bei wichtigen Gesundheitsthemen will der Patient kein Risiko eingehen und mag sich in kompetenten und freundlichen Händen wissen. Sympathie, Auftreten – kurz der persönliche Kontakt mit dem Arzt oder Zahnarzt, sind die verlässlichere Grundlage einer Patientenentscheidung als eine anonyme Bewertung in einem Arztbewertungs-Portal.

Wichtig ist, dass Public Health Events gut organisiert sind. Nur wenn relevante Patientengruppen zur Veranstaltung kommen und der Arzt oder Zahnarzt während des Events überzeugt, macht ein Public Health Event für beide Seiten Sinn. Gute Beratung, präzise Vorbereitung und viel Erfahrung helfen bei der Planung und Umsetzung. Der Referent sich auf sein Fachgebiet konzentrieren. So punkten Ärzte und Zahnärzte mit medizinischen Know-How und Persönlichkeit: das schafft Vertrauen.

Auch Patienten wissen in Zeiten der Fake-News um die Seriosität Sozialer Medien: Abzuschätzen, was korrekt und was übertrieben ist, ist heutzutage eine Fähigkeit, die schon Kinder in der Medienerziehung lernen. Natürlich ist der Ärger groß, wenn man auf Bewertungsportalen schlecht abschneidet, weil man dort kein Kunde sein möchte. Dennoch sollte nicht jeder Verriss überbewertet werden. Ein eleganter Umgang mit Negativkritik kann diese ins Gegenteil verkehren, das ist nachgewiesen. Alternativen zu Arztbewertungsportalen sollte aber jeder Praxisinhaber im Portfolio haben: Public Health Events können hier eine sehr gute Lösung sein.

Hans-Peter Keller

Über den Autor

Mit einer Erfahrung von über zwanzig Jahren erfolgreichster Veranstalter und Organisator von  „Public Health Events“. 

Kompetenzen

Public Relations100%
Event-Organisation und Moderation100%